Kia Niro 2022: Preise, technische Daten und Verkaufsstart

In den frühen Morgenstunden des 25. November wurde der neue Kia Niro offiziell vorgestellt.

Die Premiere des neuen Kia Niro fand am 25. November auf der Seoul Mobility Show statt. Preise wurden noch nicht kommuniziert. Die Hybrid-, Plug-in Hybrid- und Elektrovarianten werden ab nächstem Jahr erhältlich sein.

Die Seoul Mobility Show, die größte Automesse in Südkorea, wird heute mit einem Pressetag eröffnet. Die Messe ist ab Freitag für die Öffentlichkeit zugänglich und findet bis 5. Dezember im Messekomplex KINTEX in Goyang in der Provinz Gyeonggi statt. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie wurde der Umfang verglichen mit der letzten Veranstaltung verkleinert. Etwa 100 Unternehmen und Institutionen aus sechs Ländern nehmen daran teil.

Zu den Teilnehmern zählen drei koreanische Automarken (Hyundai Motor, Kia Motors und Genesis) und sieben ausländische Marken (Audi, BMW, Isuzu, Maserati, Mercedes-Benz, Mini und Porsche). Im Mittelpunkt stehen umweltfreundliche Modelle, allen voran E-Autos. Die Seoul Mobility Show ist die einzige Automesse in Südkorea, die von der Internationalen Automobilherstellervereinigung OICA anerkannt wurde.

Nachhaltigkeit ist in jeder Faser des neuen Kia Niro zu spüren. Sowohl die Technologie, als auch die Materialien und natürlich die Antriebe sollen den Bedürfnissen eines nachhaltigkeitsbewussten Verbrauchers entsprechen. Auch im Design, das nach der neuen Philosophie “Opposites United” entspricht und sich von der Natur inspirieren lässt, kann man den Nachhaltigkeitsgedanken erkennen.

Auf den offiziellen Bildern sieht man, dass der Niro optisch eine wirklich radikale Überarbeitung und eine neue, kühne Designsprache erhalten hat. Dabei orientierte man sich an der bereits 2019 veröffentlichten Studie mit dem Namen Habaniro.

Die zweifarbige Karosserie zeigt eine breite Hecksäule, die den Luftstrom und so die Aerodynamik verbessern soll. Die Rückleuchten sind bumerangartig geformt.

Natürlich darf die charakteristsiche Tigernose nicht fehlen, doch sie wurde umgestaltet und ist nun von der Motorhaube bis zu den Kotflügeln gezogen. Die Front ist mit auffälligen LED-Tagfahrleuchten bestückt, was den Niro selbstbewusst und markant erscheinen lässt.

Das Design der Rückleuchten ist besonders und exklusiv. Die Lichter sind vertikal ausgerichtet, was nochmal die Aerodynamik betont und die starken Schultern und die robuste Haltung des gesamten Fahrzeugs unterstreicht.

Der Innenraum ist ebenfalls nachhaltig gestaltet. Eine stimmige Kombination aus Geräumigkeit und modernem SUV-Design, runden den Innenraum ab. Neu im Niro ist der sogenannte Greenzone Drive-Modus. Damit wird ein Hybrid oder Plug-in Hybridmodell automatisch in den rein elektrischen Modus versetzt, wenn man das möchte. Wenn man in der Stadt in Umweltzonen fährt, oder in der Nähe von Krankenhäusern oder Schulen, erkennt der Niro anhand der Navigationsdaten diese Orte und schaltet automatisch in den elektrischen Antrieb.

Neue recycelte Materialien gibt es im Innenraum ebenfalls. Der Dachhimmel ist aus recycelten Tapeten hergestellt, die Türverkleidungen bestehen aus BTX-freiem Lack und die Sitze sind aus Bio-PU mit Tencel aus Eukalyptusblättern.

Die auffällige Armaturentafel ist eingeschlossen von diagonalen und horizontalen Linien, die eine unregelmäßige Fläche schaffen, aber gleichzeitig auch eine beruhigende Wirkung haben sollen. Die Mittelkonsole ist elegant gestaltet und einfach zu bedienen, außerdem ist ein elektronischer Schalthebel vorhanden.

Die Sitze des Niro sind schlank gestaltet und bieten mehr Platz und Komfort als die des Vorgängers. Wer Kleidung faltenfrei transportieren will, der kann diese an die in der Rückenlehne der Kopfstütze integrierten Kleiderbügel hängen.

Die Spezifikationen für die Motoren des neuen Kia Niro sind noch nicht bekannt, aber wie beim aktuellen Niro können Sie eine Auswahl an Hybrid-, Plug-in-Hybrid- und vollelektrischen Varianten erwarten. Der 226-PS-Hybrid und der 261-PS-Plug-in-Hybrid aus dem neuen Sorento könnten zum Einsatz kommen, aber das ist lediglich unsere Schätzung.

Kia will bis 2026 zehn neue Elektroautos auf den Markt zu bringen. Sieben dieser E-Fahrzeuge werden unter Verwendung von Komponenten gebaut, die gemeinsam mit Hyundai genutzt werden. Der Kia EV6 ist bereits auf dem Markt und kann mit bis zu 510 Kilometer Reichweite punkten. Eine Eigenschaft, die auch im neuen e-Niro enthalten sein könnten.

Die neuesten Gerüchte deuten darauf hin, dass Kia die nächste Generation des Niro auf der gleichen Plattform aufbauen wird, so dass wir bezweifeln, dass es viele Änderungen am Antriebsstrang geben wird. Kia könnte die Batterie und den Elektromotor effizienter machen, um die Reichweite des SUVs zu erhöhen.

Bisher wird die Elektroversion in zwei Motor-Akku-Kombinationen angeboten, die nach der Akkugröße benannt werden:

 e-Niro 39,2 kWhe-Niro 64 kWh
Akku / WLTP-Reichweite39 kWh / 289 km64 kWh / 455 km
AntriebPSM vornePSM vorne
Leistung / Drehmoment100 kW / 395 Nm150 kW / 395 Nm
Basispreis38.290 Euro42.790 Euro

Die Studie Habaniro hatte Allradantrieb und eine Reichweite von rund 480 Kilometer. Allradantrieb ist für den neuen Niro wohl nicht zu erwarten. Aber eine höhere Reichweite dürfte drin sein. 

Sicher nicht vom Habaniro übernommen werden die Scherentüren. Doch soll der neue e-Niro ebenfalls eine Clamshell-Motorhaube bekommen (also eine, die bis zu den Radhäusern hinunter reicht). Außerdem soll das neue Modell eine steilere Dachsäule am Heck bekommen sowie einen Vorsprung, der das Modell ein klein wenig mehr in Richtung Stufenheck bringt. Am Heck könnte es auch bumerangförmige Rückleuchten geben wie beim Habaniro. Diese Elemente besaß auch der im Frühjahr fotografierte Erlkönig des neuen Niro. 

Innen soll der neue Niro ein “cleanes” Design bekommen, mit bündig integrierten Tasten; die Klima-Einstellungen sollen durch ein Touchpad mit Schieberegler ersetzt werden. Wie beim Kia EV6 soll es ein auf dem Armaturenbrett stehendes Instrumentendisplay und einen ebensolchen Touchscreen geben, und auch das Lenkrad soll übernommen werden.

Ein Blick zur neuen Konkurrenz in Form des VW ID.4 zeigt, dass der Kia Niro mit diesen Daten auch über 2022 hinaus konkurrenzfähig wäre.

Credits: KIA

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